Meine Damen und Herren, liebe ÖDPler, liebe Freunde,
 
auch von mir ein herzliches Willkommen – schön, dass so viele gekommen sind. Herzlichen Dank für das Interesse und die verlässliche persönliche und inhaltliche Unterstützung in so vielen Themenkreisen in den ganzen letzten Jahren … und ich hoffe auch in Zukunft!     
 
Lieber Friedmann, vielen Dank für Deine nette Rede, das Lob und das Bekenntnis zu einer unabhängigen, nur dem Wohl unserer Stadt und den Menschen verpflichtete Politik. Das ist es, wofür ich stehe, wofür ich mich einsetze und was uns verbindet, uns aber auch die Freiheit gibt, mal nicht einer Meinung zu sein. Hierfür danke ich herzlich.
 
Ohr und Auge an den Notwendigkeiten der Zeit und die Nähe zu den Bedürfnissen der Menschen, dies zeichnet die ÖDP aus. Auch hierfür meinen Dank. Genau diese Bürgernähe liegt auch mir sehr am Herzen und ist Dreh- und Angelpunkt meines Handelns und wird es auch in Zukunft sein. Dies zeigen auch die zahlreichen Kommunikationsangebote und Mitwirkungsformate für alle Generationen.
 
Unsere Stadt mit seinen vielen herzlichen und hochengagierten Menschen ist etwas ganz Besonderes. Hierfür lohnt es sich, sich mit ganzer Kraft und Leidenschaft einzusetzen, heute und in den kommenden Jahren – und dies will ich tun.   
 
Dass Sachpolitik - unabhängig, nur dem eigenen Gewissen und Mandat verpflichtet, den Bürger und seine Anliegen im Mittelpunkt – sowie an der besten sachlichen Lösung orientiert – erfolgreich sein kann, denke ich, habe ich und haben wir in den letzten Jahren bewiesen.        

Ansbach hat sich nicht nur sehr gut entwickelt, sondern mit vielen Projekten und Maßnahmen blicken wir bereits in die Zukunft und haben die Weichen für eine weiterhin gute und fruchtbare Entwicklung unserer Stadt gestellt:
 
Siehe Integrierte Stadtentwicklungskonzept ISEK, mit Hilfe dessen wollen wir unsere Stadt für die nächsten Jahrzehnte in sämtlichen Lebensbereichen nachhaltig und zukunftsfähig entwickeln.  
 
Ich denke auch an die Weichenstellungen für Ansbach als künftig noch attraktiveren Wohn- und Lebensort für alle Generationen, an die neuen Wohnbaugebiete, das geplante neue Stadtquartier auf dem ehemaligen Messegelände, das Ansbacher Wohnbaumodell, das für bezahlbaren Wohnraum im Geschosswohnungsbau sorgen soll, den sozialen Wohnungsbau der Stadt selbst, siehe Fischerstraße 2, und die STADTBAU ANSBACH, die sich um die Entwicklung einzelner Objekte insbesondere im Stadtkern bemüht.  
 
Auch denke ich an die kontinuierlichen Investitionen in Erhalt, Sanierung, Aus- und Neubau unserer Schulen und in deren Digitalisierung …    …und an den ganz wichtigen Investitionsschwerpunkt Kinderbetreuung. Für kleine Ansbacherinnen und Ansbacher werden wir zusammen mit anderen Trägern von 2018 bis Ende 2020 zusätzlich mehr als 200 Kinderbetreuungsplätze geschaffen haben, inklusive der gerade eröffneten TIZ Kids mit 50 neuen Plätzen, 50 Plätze im stadteigenen Kinderhaus Kunterbunt und unseren Kindergartenneubauten. In den folgenden Jahren werden wir dann für eine erfreulich wachsende Bevölkerung noch zahlreiche Kinderbetreuungsangebote in Ansbach auf den Weg bringen.     Mannigfaltige Angebote für alle Generationen machen Ansbach lebens- und erlebenswert, neueres Beispiel: das rundum erneuerte Freibad oder auch der geplante Skatepark und ein Calisthenics-Parcours. Kontinuierliche Zuschüsse fördern nicht nur unsere Sportvereine, sondern in breiter Form das vielfältige und sehr beeindruckende ehrenamtlich Engagement in so gut wie allen Bereichen in unserer Stadt von Kultur über Sicherheit bis Soziales.
 
Barrierefreiheit und Teilhabe sind uns seit Jahren wichtiger Maßstab und sollen in Zukunft noch stärker in unser Handeln einfließen, so u.a. durch die Umsetzung möglichst vieler Anregungen des Teilhabeplans.    
 
Integration ist für uns in Ansbach nicht nur ein Schlagwort, Dies haben wir mit unseren großen Kraftanstrengungen seit der Flüchtlingswelle ab 2015 unter Beweis gestellt. Bereits von Anfang an setzten wir dabei insbesondere auf stadteigene Projekte und Maßnahmen für ein möglichst gutes und reibungsloses Miteinander vor Ort und eine gelingende Integration. Dies auch dank eines immensen ehrenamtlichen Engagements. Immer neue passgenaue Projekte, ein Integrationslotse, eine Bildungskoordinatorin und - ganz neu - ein Mitarbeiter für die aufsuchende Integrationsarbeit unterstützen den Integrationsprozess auch in Zukunft tatkräftig.  
 
Für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung in kommunaler Hand sorgen wir seitens der Stadt zusammen mit dem Landkreis seit längerem und wohl noch einige Jahre mit großen finanziellen Anstrengungen. Ein wichtiges Etappenziel war die Eröffnung des neuen Bettenhauses am Ansbacher Krankenhaus. Aus der Kombination von hoher Qualität bei Medizin und Pflege und nun auch komfortabler Unterbringung erhoffen wir uns deutliche Impulse für eine höhere Belegung und eine bessere Wirtschaftlichkeit. Mehrere Millionen Euro nehmen wir jedes Jahr für die Sanierung und Ertüchtigung unserer Verkehrsinfrastruktur im gesamten Stadtgebiet in die Hand. Viel haben wir in das Herz unserer Stadt investiert und tun es weiter, siehe die Sanierung und Neugestaltung von Karlsplatz, Karlstraße, Promenade und Maximilianstraße sowie jetzt aktuell die Sanierung der Neustadt. Hier konnten wir gestern das neue Fontänenfeld am künftigen Fermoplatz einweihen. Sehr erfreulich sind bereits getätigte und angekündigte „Folgeinvestitionen“ privater Investoren und die Bewegung, die in einige markante Leerstände gekommen ist, siehe Stempfle-Haus mit dem 2. Media Lab in Bayern, Weigelhaus, Gebhardt-Haus und – mit einer ganz wunderbaren Entwicklung - Rettiplais mit dem dort entstehenden Museum.
 
Mit einem Digitalen Gründerzentrum für Ansbach und die Region – für das wir gerade den künftigen Namen „ANsWerk“ gefunden haben - wollen wir uns für eine immer digitaler werdende Zukunft in Stadt und Region rüsten. Dies passt sehr gut zur Weiterentwicklung unserer Hochschule und dem 2. Campus für Digitale Medien, den wir nach Kräften weiterverfolgen. Auch für Privathaushalte ist Ansbach digitaler geworden - seit Jahresmitte stehen im gesamten Stadtgebiet 50 bis 100 Mbit/s zur Verfügung. 
 
Ansbach hat sich insbesondere in den letzten Jahren zu einem attraktiven und gut nachgefragten Wirtschaftsstandort entwickelt. Dies zeigt sich an Standorttreue, Wachstum, neu geschaffenen Arbeitsplätzen und zahlreichen Investitionen der Unternehmen vor Ort. Neue Unternehmen sind dazu gekommen, wie zuletzt Hermes mit bis zu 600 neuen Arbeitsplätzen. Allein an städtischen Gewerbeflächen konnten 56 Hektar seit Neuaufstellung der städtischen Wirtschaftsförderung vermarktet werden und brachten 27 Mio. € für den städtischen Haushalt. Zudem sind fast alle großen, teilweise seit Jahrzehnten brachliegenden Flächen inzwischen mit neuem Leben erfüllt, wie z.B. das Hotel „Das Hürner“ auf dem ehemaligen Hürnerbräu-Gelände. Vielen Dank an alle Investoren! Mit einem fruchtbaren und wirtschaftsfreundlichen Umfeld, einer schnell, professionell arbeitenden und serviceorientierten Stadtverwaltung, einem aufgeschlossenen Stadtrat und dem Umstand, dass Wirtschaftspolitik Chefsache ist, fördern und begleiten wir die Unternehmen vor Ort bei ihrem Erfolg.   
 
Klima- und Umweltschutz hat in Ansbach seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert und wird dies auch künftig haben. Nur ein paar Beispiele: integriertes Klimaschutzkonzept, Klimaladen, Förderprogramme, 2018 allein fast 19.000 MWh/a aus Windkraft und fasst 23.000 MWh/a Solarstrom aus städtischen und privaten Anlagen, zahlreiche KWKs, 100% Ökostrom und Umstellung auf LED in städtischen Liegenschaften, energetische Sanierung der Gebäude, städtischer Fahrzeugpool mit immer mehr klimafreundlichen Fahrzeugen, Jobticket für städtische Mitarbeitende, Radverkehrskonzept und daraus resultierend z.B. neue Radwege bzw. Lückenschlüsse, Öffnung der Fußgängerzone und Radabstellanlagenoffensive, Aktion Stadtradeln, Nahverkehrsplan und dessen Fortschreibung für eine umwelt- und klimafreundlichere Mobilität - mit dem kommenden Fahrplanwechsel zum Jahresende werden die erwähnten Verbesserungen im ÖPNV umgesetzt, Streuobstinitiative, Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes Dombachtal, Ökokonto, Fairtrade-Stadt Ansbach und vieles mehr.  
 
Der nach hartem, langem Kampf erreichte barrierefreie Ausbau des Ansbacher Bahnhofs 2021/2022 wird ebenfalls ein Meilenstein für alle sein, die die Alternativen zum Auto bereits nutzen und, davon bin ich überzeugt, neue Nutzer für den Öffentlichen Nahverkehr erschließen.  
 
Vieles gäbe es noch zu sagen, doch ich denke das sind schon sehr viele Beispiele für die gute Entwicklung, unserer Stadt und die vielen Projekte und Maßnahmen, die sich in der Pipeline befinden oder bereits auf dem Weg sind.  
 
Ansbach steht heute gut da – und das haben wir gemeinsam geschafft! Herzlichen Dank an alle, die hierzu beigetragen haben. Herzlichen Dank an alle Bürgerinnen und Bürger, an den Stadtrat und insbesondere Dank an meine vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.    
 
Auch in den nächsten Jahren gibt es noch viel zu tun, ja, können wir gemeinsam noch mehr bewegen.   
 
Viele in die Zukunft reichende Themen habe ich in meiner Aufzählung bereits angerissen. Drei wichtige Schwerpunkte will ich aber exemplarisch noch mal nennen: Wir wollen Ansbach noch familienfreundlicher machen, z.B. mit einer weiteren massiven Aufstockung der Kinderbetreuungsplätze für die erfreulich wachsende Bevölkerung, Klima- und Umweltschutz wollen wir weiter vorantreiben, Ansbach soll mit vielen verschiedenen Maßnahmen in den nächsten Jahren zu einem digitalen Zentrum für die Region werden.       
 
Lassen Sie uns auch die weitere Zukunft unserer Stadt gemeinsam gestalten.  
 
Ich stehe für die nächsten Jahre gerne wieder zur Verfügung, wie gewohnt…
 
• …für eine sachorientierte, unabhängige, ausschließlich am Wohl der Stadt und Bürger orientierte Politik,
 
• …mit der gewohnten Begeisterung und Leidenschaft, einer großen Portion persönlichem Einsatz und Zähigkeit,
 
• …auch weiterhin in dem Bewusstsein, mit auf Zeit geliehener Mach zu arbeiten und der entsprechenden Demut vor dieser Macht,
 
• …im unverbrüchlichen Glauben daran, dass es Aufgabe eines Stadtoberhauptes ist, seiner Stadt und den Menschen zu dienen – nicht sich selbst einer Partei oder irgendwelchen Machtinteressen. 


Vielen Dank!  
 
Ihre Carda Seidel

Carda Seidel einstimmig als OB-Kandidatin nominiert!

Rede von Friemann Seiler zur Nominierung von Carda Seidel

Liebe Carda, wir in der ÖDP Ansbach haben beschlossen, dass du unsere Oberbürgermeister-Kandidatin für die Wahl am 15. März des nächsten Jahres bist und wollen dich heute dazu nominieren. Für diese Nominierung gibt es vielerlei Gründe: Dein Einsatz für die kleinen Ansbacherinnen und Ansbacher mit mehr als 200 Kinderbetreuungsplätzenbis Ende nächsten Jahres---für Ansbach als attraktiver Wohn- und Lebensort für alle Generationen. ---fürunsere Schulen mit kontinuierlichen Investitionen –für die zukunftsfähige Entwicklung unserer Stadt mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept ISEK und und und...Aber lass mich einen Punkt besonders nennen, der uns wichtig ist ---eine unabhängige Stadtspitze. Unabhängig --- nur dem eigenen Gewissen verpflichtet ...so stellen wir uns gute Stadtpolitik vor und wissen uns darin mit dir einig.Es werden immer mehr Parteien im Stadtrat, von daher ist eine ungebundene parteilose Oberbürgermeisterin erstrebenswert ---im Gegensatz zu einem parteigebundenen OB. In dieser Eigenschaft hast du bald zwei 6-jährige Perioden an der Spitze unserer Stadt gestanden.Parteipolitische Ränkespiele sind immer hinderlich, um die Mehrheit der Stimmen unter einen Hut zu bringen --- Du hast dich nie daran beteiligt --- Du konntest und kannst souverän und frei von Parteiinteressen auf die Situation der wechselnden Mehrheiten eingehen ---- und so Beschlüsse zumWohl unserer Stadt ermöglichen.Dies kommt auch unserer Einstellung zur Politik entgegen: Wir sind zwar deine Unterstützer , aber nicht unbedingt an dich gebunden, deshalb kam es in Einzelfällen dazu, dass wir eine andere Meinung hatten. Darauf hast du stets mit Gelassenheit reagiert.Kritik von vielen Seiten ist oftmals dem Populismus geschuldet --- wenn z.B. der Streithansel Martin Porzner oder Thomas Deffner - in seiner bewusst ironischen Art - dich immer wieder in den Stadtratssitzungen angriffen. Doch auch hier konntest du zum Wohl des weiteren Fortgangs deine Souveränität und Gelassenheit demonstrieren,-Aus Sicht der ÖDP könnten zwar noch mehr unserer Ziele umgesetzt werden. Doch angesichts der Mehrheiten im StR konnten wir dennoch viel erreichen -----Durch deine 1. Wahl 2008 konnte die Phalanx der unsäglichen GroKo von CSU und SPD durchbrochen werden und es ist nicht zu verhehlen, dass es mit dir stets aufwärts und vorwärts ging.Das ist der Grund, dich als unsere OB-Kandidatin zu nominieren

Es gratulieren Werner Forstmeier, Friedmann Seiler und Martin Berberich

Vor rund 120 Besuchern referierte Prof. Dr. Dr. Klaus Buchner über die gesundheitlichen Gefahren von Mobilfunk & Co. Im Anschluß an dem Vortrag stellte er sich den vielen Fragen der Interessierten.

"5G-Mobilfunk - Gefahr für unsere Gesundheit" 120 Besucher in der Feuerbachakademie drängten und diesen bis auf den letzten Platz füllten. Die Befürchtungen der Menschen, durch Funkstrahlung gesundheitlich geschädigt zu werden, scheinen immens verbreitet zu sein. Besonders die neue 5G-Technik mit kurzen Wellenlängen und hohen Frequenzen, deren gesundheitsschädliche Konsequenzen noch nicht umfassend erforscht sind, hielt der ÖDP-Europaabgeordnete Klaus Buchner für "hoch problematisch" und forderte deren Ausbaustopp. Er warnte auch vor "totaler Überwachung" durch 5G. "Wenn 5G voll installiert ist, haben wir ein Problem mit unserer Demokratie", bekräftigte Buchner und bekam dafür und für seinen Vortrag lang anhaltenden Beifall.

Buchner ging von mindestens 20.000 Satelliten aus, die für 5G notwendig werden würden. Da 5G nur eine kurze Reichweite hat, sind laut Buchner weltweit "um 200 Milliarden sendefähige Objekte", also Basisstationen und Sendeanlagen, erforderlich, die Daten empfangen und übermitteln. 5G werde vor allem für selbstfahrende Autos und für das sogenannte "Internet der Dinge" benötigt. Da wäre der intelligente Kühlschrank, der seine Lebensmittel selbst bestellt, oder die Waschmaschine, die von alleine arbeitet. Am Ende soll jedes Gerät oder Sache im Haushalt einen Sender haben." Auch der Chip an der Windel wird sich dann melden, wenn die Windel voll ist", erläuterte Buchner und sorgte für Heiterkeit im Saal. Sehr nachdenklich wurden die Zuhörer aber auch gleich wieder, als sie von Buchner erfuhren, dass zu Beginn der Autobahn von München nach Nürnberg "alle hundert Meter", so der Politiker, schon dichte Sender für selbstfahrende Autos installiert sind. "Das sind sehr starke Sender auf dieser Teststrecke für selbstfahrende Autos", erläuterte der ÖDP-Politiker. 5G würde zudem für einen enormen Energieverbrauch sorgen. "30 Prozent der weltweiten Stromerzeugung werde dann für Kommunikation gebraucht", rechnete Buchner vor.

Zuvor hatte der Redner noch einmal eine Diskussion aus den Neunzigerjahren aufgegriffen, als mit dem Ausbau des Mobilfunks überall Funkmasten installiert worden sind, um den Handyempfang zu gewährleisten. Damals regte sich viel örtlicher Widerstand, der die gesundheitsschädliche Wirkung der Strahlung thematisierte, was jedoch kaum zum Erfolg führte. Die Funkmasten der Mobilfunkanbieter wurden flächendeckend ausgebaut. Buchner erläuterte anhand von Studien noch einmal die seiner Meinung nach schädigenden Auswirkungen der Funkstrahlung, auch von WLan, auf menschliche "Weichteilzellen", die Erbänderungen hervorrufen können. Für Buchner bewiesen verschiedene Studien an Ratten und Mäusen die Krebsgefahr durch die Strahlung. Er empfahl dann auch Handygespräche kurz zu halten, Kopfhörer zu benutzen, das Handy erst ans Ohr zu halten, wenn gesprochen wird, und es nicht am Körper zu tragen. Er plädierte für die Alternative "Sichtbares Licht". Mit Infrarotstrahlung, die nicht gesundheitsschädlich sei, könnte, so Buchner sogar eine höhere Datenübertragungsrate geleistet werden.

Mancher wirkte in der Diskussion desillusioniert. "Ich beschäftige mich seit 30 Jahren damit, habe auch Petitionen verfasst, aber es interessiert niemanden", meinte ein Diskutant spürbar enttäuscht. Buchner machte ihm in Sachen 5G Mut. "Die Widerstandsgruppen wachsen europaweit", sagte er. 22 Städte in Italien hätten ein 5G-Moratorium beschlossen. Brüssel hätte, weil die Strahlungsgrenzwerte stark erhöht werden sollten, den 5G-Ausbau komplett abgelehnt. Auch mehrere Kantone in der Schweiz würden sich dem Ausbau verweigern. Buchner wandte sich gegen die Bestrahlung von Wohnungen, forderte "kein WLan an Schulen" und bedauerte, dass außer der ÖDP keine andere Partei gegen den 5G-Ausbau“ protestiere.

Die zahlreichen Fragen der interessierten Zuhörer bestätigten der Bürgerinitiative Sendepause – Stop 5G und der ÖDP die Brisanz der Thematik.

Gründung des Ortsverbandes Heilsbronn

Bild vor dem Rathaus anlässlich der Gründung des Ortsverbandes Heilsbronn.

Bild v.l.n.r: Werner Krug, Franz Singer, Günther Brendle-Behnisch und Angelika Blank.

Heidi Schilling: Offener Brief an Minister Joachim Herrmann:


Bayerisches Staatsministerium des
Innern, für Sport und Integration
Herrn Staatsminister
Joachim Herrmann
80524 München
Rothenburg, den 21. Mai 2019

Offener Brief an Herrn Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Sport und Integration

Sehr geehrter Herr Staatsminister,
Sie haben mich zum Empfang des Staatsministers am 25. Mai 2019 in Rothenburg ob der Tauber eingeladen. Ich möchte ausdrücklich nicht teilnehmen.
Aus der Einladung geht, neben dem Adresszusatz "Kreisrätin", nicht näher hervor, was mir die Ehre dieser Einladung verschafft. Neben meinem Kreistagsmandat habe ich mich auch ehrenamtlich für Geflüchtete im Arbeitskreis Asyl Rothenburg engagiert.
Vor allem in dieser Funktion sehe ich mich nicht in der Lage, an einem prunkvollen Empfang teilzunehmen, während die Staatsregierung tagtäglich unsere Bemühungen für Integration erschwert, verhindert oder durch Abschiebung gut integrierter Menschen komplett zunichte macht.
Ich mache Ihr Ministerium dafür verantwortlich, dass es Geflüchtete in Bayern in vielen Bereichen sehr viel schwerer haben als im Rest der Bundesrepublik. Als Beispiele nenne ich die besondere Auslegung der Ausbildungsduldung, auf die hier kein Rechtsanspruch besteht sondern nach Ermessen und Bleibeperspektive von den Ausländerbehörden oft zu Ungunsten der Integrationswilligen entschieden wird. Insgesamt ist Ihre Politik in entscheidenden Punkten integrationsfeindlich:
Ich nenne die Einführung der sieben "Ankerzentren", die Sie in vorauseilendem Gehorsam gegenüber Bundesinnenminister Horst Seehofer schnellstmöglich umgesetzt haben, anders als alle anderen Bundesländer, die erhebliche Nachteile für die Integration in diesem Konzept erkennen. Sie halten nach wie vor unbeirrt daran fest und bezeichnen die Einführung sogar als Erfolg (Bayerischer Rundfunk, 25.04.2019). Mir sind die Einrichtungen in Zirndorf und in Bamberg persönlich bekannt und ich weiß deshalb aus eigener Erfahrung, dass dort keine oder nur äußerst wenig Integration, sondern ausschließlich "Aufbewahrung" stattfindet. Experten sind sich einig, dass genau diese Vorgehensweise auch zu Gewaltbereitschaft, Kriminalisierung und Radikalisierung führt.

Ich nenne die Verweigerung von Arbeits- und Ausbildungserlaubnissen für eine große Anzahl von Asylbewerbern, die arbeitswillig sind, ihren Lebensunterhalt selbst verdienen und Steuern zahlen möchten und darüber hinaus unter der Untätigkeit leiden oder sogar daran erkranken.
Ich nenne die verstärkte Abschiebung nach Afghanistan, die unnötig und unmenschlich ist.
Sie selbst werden in verschiedenen Medien zitiert, dass Sie jeden Fall auf unnötige Härte überprüft sehen möchten und dennoch hören wir fast wöchentlich wieder von jungen Menschen, die aus Schulen, Ausbildungsverhältnissen, Kreißsälen oder Krankenhäusern heraus zur Abschiebung abgeholt werden. Ich selbst kenne persönlich Menschen aus Afghanistan, die im dritten Ausbildungsjahr standen und am Morgen eines Abschiebefluges Besuch von den Spezialbeamten bekamen - aus dem einzigen Grund, dass im Flieger noch Plätze für willkürlich zusammengesuchte Ausreisepflichtige frei waren.
Auch hier im Landkreis sind viele mittelständische Unternehmer/innen der Meinung, dass die bayerische Abschiebepraxis unnötig und wirtschaftsschädlich ist, wie eine Unterschriftsaktion des Integrationsbeauftragten des Landkreises gezeigt hat.
Darüberhinaus hat der Europarat nach einer Bestandsaufnahme des Anti-Folter-Komitees (CPT) erhebliche Kritik an der Abschiebepraxis geübt. Dabei war von "unverhältnismäßiger und unangemessener Gewaltanwendung" die Rede, von "Methoden, die bei den Betroffenen ein Erstickungsgefühl auslösten oder ihnen starke Schmerzen zufügten - etwa durch Quetschen der Genitalien" und anderen unmenschlichen Vorgehensweisen (Bayerischer Rundfunk, 09.05.2019)
Weitere Beispiele gäbe es zu nennen, ich beende hier meine Ausführungen.
Mir ist die Komplexität der Thematik durchaus bewusst. Ich beziehe mich mit diesem Brief ausdrücklich auf die signifikant unterschiedliche Vorgehensweise des Freistaates Bayern im Vergleich zu den anderen Bundesländern, welche große Unsicherheit, Frust und Motivationsverlust sowohl bei Migranten als auch bei haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern auslöst. Ich appelliere an Sie und die gesamte bayerische Staatsregierung hier einen Richtungswechsel vorzunehmen, der den christlichen und humanistischen Grundwerten Ihrer Partei und unseres Landes entspricht. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in unserer schönen Stadt Rothenburg ob der Tauber.

Hochachtungsvoll
Heidi Schilling

Besuch des Biolandhofs Schilling

Der ÖDP Kreisverband Ansbach lud ein zur Besichtigung des Biolandhofs der Familie Schilling in Schnepfendorf bei Rothenburg, um sich über biologische Landwirtschaft zu informieren. Der Bioland-Betrieb wird seit 1979 organisch-biologisch bewirtschaftet. Die derzeitigen Betriebsinhaber Heidi und Jürgen Schilling werden von ihrer Tochter und Hofnachfolgerin Barbara (24) und ihrer Familie tatkräftig unterstützt.


Die Besucher aus dem gesamten Ansbacher Landkreis kamen zur Stallzeit und konnten Melkarbeit und Fütterung hautnah miterleben. Die Milch der 33 horntragenden Milchkühe wird von der Dorfkäserei Geifertshofen (Lkr. Schwäbisch Hall) zu hochwertigstem Käse verarbeitet. Dafür haben sich die Betriebsleiter verpflichtet, komplett auf Silage-Futter zu verzichten. Die Tiere fressen im Sommer frisches Grünfutter, auch frischen Mais für ein paar Wochen im Spätsommer, im Winter Heu aus Wiesengras oder Klee, etwas Getreide aus eigenem Anbau runden den Speisezettel ab.

Den Tieren steht ein befestigter Laufhof im Freien zur Verfügung, sowie im Sommerhalbjahr eine kleine Hofweide. Alle Kälber bleiben mindestens zwei Wochen bei ihrer Mutter. Die weiblichen Kälber, die als zukünftige Milchkühe auf dem Hof verbleiben, werden 4-5 Monate ausschließlich von ihrer Mutter mit Milch versorgt. „In der Regel haben wir so gesündere Tiere und wenig Arbeit“, erklärt Jürgen Schilling. Heidi und Barbara Schilling kennen ihre Tiere beim Namen und wissen auch über ihre Vorlieben und Eigenheiten Bescheid.

 

Die Leidenschaft des Betriebsleiters gilt eher dem Ackerbau und besonders der Bodenfruchtbarkeit. „Wir Biobauern sind existentiell darauf angewiesen, das Bodenleben zu hegen und zu fördern, und möglichst alles zu unterlassen, was das empfindliche Gleichgewicht stören könnte.“ meint er. Festmist und Gülle nützen wir zur Ernährung unserer Pflanzen. Der Anbau von Leguminosen bringt den Stickstoff in den Betriebskreislauf.“ Bei der Unkrautbekämpfung geht es ihm nicht nur darum die unerwünschten Pflanzen zu entfernen. „Die sogenannten Unkräuter sind Zeigerpflanzen, die uns zeigen wollen, dass im Boden etwas im Ungleichgewicht ist. Wir müssen diese Probleme im Boden in Ordnung bringen, damit die Begleitflora nicht überhandnimmt“, ist der Biolandbauer überzeugt. Dabei sind das Zusammenwirken von Fruchtfolge, Düngung, Bodenbearbeitung und natürlich das Wetter wichtig. “Die mechanische Unkrautregulierung mit Hacke und Striegel ist nur der letzte Feinschliff.“

 

Das Thema Artenvielfalt macht auch vor der ökologischen Landwirtschaft nicht halt. Ein positiver Nebeneffekt der „Heumilch“ sei es, dass die Heuernte nicht innerhalb weniger Tage auf allen Wiesen gleichzeitig eingebracht werden kann. So bleiben immer einige Wiesen bis Mitte Juni stehen, die dann Insekten und Vögeln als Lebensraum dienen können. „12 bis 15 Hektar der insgesamt rund 60 Hektar werden immer mit Klee-Gras-Mischungen bebaut, dazu kommen Erbsen und Ackerbohnen als Eiweißfutter, so dass auch eine Menge Blühpflanzen vorhanden sind“, führt Heidi Schilling aus.


Die Biobäuerin kandidiert bei der anstehenden Europawahl auf der bundesweiten Liste der ÖDP.
Durch die Agrarförderung, die von der EU ausgeht, wäre es möglich, die Weichen für eine Agrarpolitik zu stellen, die Tierhaltung wieder an die Fläche bindet und Massenproduktion für den Weltmarkt unattraktiver macht. Vor allem die derzeitig praktizierte Förderung nach dem Gießkannenprinzip, allein nach dem Kriterium der Größe der bewirtschafteten Fläche, ist ihr ein Dorn im Auge: „Damit hilft man vor Allem den Großbetrieben und befeuert den ohnehin schon harten Kampf um Pachtflächen!“, so Schilling.
„Natürlich würde ich im EU-Parlament meinen „Mann stehen“, sagt Heidi Schilling. „ In erster Linie geht es mir aber darum, dem bisherigen Mandatsträger und äußerst kompetenten Parlamentarier Prof. Dr. Klaus Buchner und noch ein, zwei weiteren ÖDPlern wieder zum Einzug ins Parlament zu verhelfen. Die Chancen dafür stehen im Moment sehr gut!“

 

 

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