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ÖDP-Stadtrat Paul Sichermann, Leiter der Notaufnahme am Klinikum, formuliert acht Unklarheiten mit denen er im täglichen Umgang konfrontiert wird.

ÖDP-Stadtrat Paul Sichermann, seit nahezu 30 Jahre Krankenpfleger am Klinikum Ansbach, davon über 16 Jahre als Leitung in der Notaufnahme formuliert aus seiner beruflichen Realität heraus acht Unklarheiten mit denen er im täglichen Umgang mit der „Materie Corona“ konfrontiert wird. Seine Gedanken kreisen sich dabei auch um die vielen Meinungen, die aktuell aufeinanderprallen und wer wohl am meisten „Recht hat“

 

Die erste Unklarheit: Die Art und Weise der Ansteckung, wann, wie und wo:

Am 15. März, also noch kurz vor "Maskenpflicht," hatte ich in der Notaufnahme einen Patienten geduscht und ihn anschließend mit weiteren länger andauernden Pflegemaßnahmen wie Essen eingeben und  Mobilisation mit einem Abstand von weniger als 20 Zentimeter versorgt . Am 20.März, also fünf Tage danach erfuhr ich, dass der Patient hochkarätig mit Corona infiziert ist. Sofort Abstrich machen. Danach banges Warten auf das Ergebnis, welches erst am 25. März eintreffen sollte.  Dazwischen die ständige Unklarheit verbunden mit der Frage, ob ich zwischenzeitlich meine Familie oder noch andere angesteckt haben könnte. Meine persönliche Erleichterung hielt sich trotz dem Ergebnis „negativ“ in Grenzen, da man nie sicher sein kann, wann wie und wo man sich doch noch anstecken könnte.

 

Die zweite Unklarheit: Die Statistiken!

 Sie stimmen längst nicht mehr. Mutmaßlich werden einige Todesopfer mit Corona in Verbindung gebracht, obwohl keine Testung gemacht wurde. Also nur aufgrund der Symptome. Ebenso wenig können für mich die Angaben über die Zahl der Infizierten stimmen. Ebenfalls wegen der fehlenden Testungen. Vielleicht hatte ich es schon im Februar, als ich gerade eine leichte Erkältung überstand - vielleicht war es Corona und ich hatte mich deshalb am 15. März nicht angesteckt. In den Statistiken wäre dann schon mal ein Fall untergegangen.

 

Die dritte Unklarheit: Wie schlimm ist die Krankheit selbst?

Auch hier sind die Wahrnehmungen unterschiedlich. Das geht von ohne Symptome bis hin zur totalen Katastrophe. Mittlerweile habe ich schon mit einigen „Corona-Genesenen“ gesprochen. Es klang meist sehr harmlos. Selbstverständlich will es jedoch mit dieser Äußerung vor allem in Hinblick auf Italien nicht herunterspielen.

 

Die vierte Unklarheit: Wie lange dauert das Ganze noch?

Seit weit über 10 Wochen renne ich nun mit dem pausenlos zu tragenden Mundschutz, der einen auch als Leistungssportler ganz schön zu schaffen macht, herum. Ein baldiges Ende dieses Zustandes sehne ich dringend herbei.

 

 

Die fünfte Unklarheit: Welche Maßnahmen sind richtig?

Ein wildes Vergleichen zwischen den Kontinenten, Staaten, Städten, Gemeinden bis hinein in die Krankenhäuser findet seit Wochen diesbezüglich statt. Wer liegt richtig? Im Krankenhaus ändern sich die Vorgaben gefühlt nahezu alle drei bis vier Tage. Das macht sehr viel Arbeit, nicht nur alle zu informieren, sondern auch die Vorgaben schnellst- und bestmöglich umzusetzen.

 

Die sechste Unklarheit: Die Meinung der Experten!

Die führenden Experten sind sich häufig total uneinig. Am Beispiel der Masken: Die einen sagen diese, die anderen jene Maske. Die einen sagen, keine Maske hat einen Wert, die anderen sagen die Maske ist alles. Oder auch die Lockerungen betreffend. Ja, nein, welche?

 

Die siebte Unklarheit: Die Auswirkungen auf die Wirtschaft!

Welche Folgen hat das? Ist es tatsächlich so schlimm? Da kommen mir die Jahre 1945 oder 1918 in den Sinn. War das nicht viel viel schlimmer? Oder mir fallen weitere Krisen ein aus denen man auch gestärkt hervorgegangen? Auch hier gehen die Meinungen weit auseinander.

 

Die achte und für mich das letzte Unklarheit: Die Rolle der Politik!

Heißt es nicht viele Köche verderben den Brei? Hier denke ich, den aktuellen Stand der Dinge betrachtend, dass Markus Söder (auch wenn ich mit ihm nicht immer gleicher Meinung bin) zur rechten Zeit den Hut aufsetzte und wahrscheinlich die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Vielleicht ist hier Zurückhaltung mal besser. Kaum einer hat so eine Krise schon mal mitgemacht.

 

Aufgrund der vielen Fragezeichen sollte man, wenn man eben keinen echten "Lösungsansatz" daherbringen kann, lieber auf Presseerklärungen verzichten. Aktuell flimmert nahezu nur noch „Corona“ über die Mattscheiben. Ein großer Ideenwettbewerb ist seit Wochen im Gange. Die Medien sind voll damit. Sehr viele Bürger können es nicht mehr hören. Lock-down ja oder nein, Mundschutz ja oder nein, Abstand ja oder nein. Lockern ja, wie oder wie nicht. Wirtschaft leidet ja oder nein.

 

Was wir aber tun können: Sich solidarisch zeigen mit den Betroffenen, egal ob Beschäftigte oder Geschädigte. Man könnte ja auch mal formulieren ob man nicht eine Art "Corona-Soli" einführt. Man kann seine Meinung auch mal zurückhalten um nicht, auch wenn es gut gemeint ist, für noch mehr Unsicherheit zu sorgen. Man sollte auch die Größe haben, abgegebene Meinungen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellen, zu revidieren. Man könnte auch mal öffentlich mehr Zufriedenhiet und Optimismus verbreiten. Erwähnen wie toll es ist, dass man noch "kleine Krankenhäuser" hat. Man kann es gar nicht glauben, wie sehr wir aktuell davon profitieren. Wäre wirklich toll wenn man gerade jetzt einen Konsens finden könnte auch hier die Standorte Rothenburg und Dinkelsbühl auf jeden Fall zu erhalten. Wer kann sollte auch praktische Hilfen – wie es dankenswerterweise schon viele Bürger/innen vorbildlich leben - anbieten.

 

Abschließend noch ein persönliches Meinungsbild. Meine Meinung ändert sich fast täglich. Mal denke ich, man hätte gar nichts machen sollen. Nur die Kranken behandeln. Dann denke ich das Gegenteil. Wir tun zu wenig. Dann aber habe ich wieder viele gute Momente, die mich hoffnungsvoll stimmen. Menschen um mich, die unglaublich hilfsbereit, verbindend tolle Attribute zeigen. Dann gibt es Momente in denen ich bangend nach vorne schaue, die aber sehr schnell wieder von optimistischen Gedanken weggewischt werden. Abschließend bin ich überzeugt, dass wir aus dieser Krise herauskommen werden, dass wir vielleicht schneller als wir denken wieder ohne Masken unsere wunderschönen vom Schöpfer einzigartig gemachten Gesichter präsentieren und zeigen können. Klingt für manchen vielleicht wie das Wort am Sonntag. Mit der Hoffnung, dass wir uns lieber mit guten Taten „anstecken“ ein herzliches „bleiben sie gesund“

 

Paul Sichermann 01.06.20

 

Die ÖDP fordert, umgehend die nachfolgenden Maßnahmen und Paradigmen-Wechsel in der Politik umzusetzen:

Neu in den Kreisrat gewählt wurden

 
 
 

Hier geht es zu einer Podcast mit unserer OB Kandidatin Carda Seidel zum Thema: Horch amol, Carda Seidel will es nochmal wissen.

www.nordbayern.de/region/nuernberg/horch-amol-carda-seidel-will-es-nochmal-wissen-1.9881475

Der Europaabgeordnete Prof. Dr. Klaus Buchner von der ÖDP hat einen Brief an den Landrat von Ansbach, Herrn Dr. Ludwig geschickt, um seinem Protest gegen die geplante Hähnchenmastanlage in Windsbach für bis zu 40.000 Tiere zum Ausdruck zu bringen.

Es gratulieren Werner Forstmeier, Friedmann Seiler und Martin Berberich

 

 

Gründung des Ortsverbandes Heilsbronn

Bild vor dem Rathaus anlässlich der Gründung des Ortsverbandes Heilsbronn.

Bild v.l.n.r: Werner Krug, Franz Singer, Günther Brendle-Behnisch und Angelika Blank.

Besuch des Biolandhofs Schilling

Der ÖDP Kreisverband Ansbach lud ein zur Besichtigung des Biolandhofs der Familie Schilling in Schnepfendorf bei Rothenburg, um sich über biologische Landwirtschaft zu informieren. Der Bioland-Betrieb wird seit 1979 organisch-biologisch bewirtschaftet. Die derzeitigen Betriebsinhaber Heidi und Jürgen Schilling werden von ihrer Tochter und Hofnachfolgerin Barbara (24) und ihrer Familie tatkräftig unterstützt.


Die Besucher aus dem gesamten Ansbacher Landkreis kamen zur Stallzeit und konnten Melkarbeit und Fütterung hautnah miterleben. Die Milch der 33 horntragenden Milchkühe wird von der Dorfkäserei Geifertshofen (Lkr. Schwäbisch Hall) zu hochwertigstem Käse verarbeitet. Dafür haben sich die Betriebsleiter verpflichtet, komplett auf Silage-Futter zu verzichten. Die Tiere fressen im Sommer frisches Grünfutter, auch frischen Mais für ein paar Wochen im Spätsommer, im Winter Heu aus Wiesengras oder Klee, etwas Getreide aus eigenem Anbau runden den Speisezettel ab.

Den Tieren steht ein befestigter Laufhof im Freien zur Verfügung, sowie im Sommerhalbjahr eine kleine Hofweide. Alle Kälber bleiben mindestens zwei Wochen bei ihrer Mutter. Die weiblichen Kälber, die als zukünftige Milchkühe auf dem Hof verbleiben, werden 4-5 Monate ausschließlich von ihrer Mutter mit Milch versorgt. „In der Regel haben wir so gesündere Tiere und wenig Arbeit“, erklärt Jürgen Schilling. Heidi und Barbara Schilling kennen ihre Tiere beim Namen und wissen auch über ihre Vorlieben und Eigenheiten Bescheid.

 

Die Leidenschaft des Betriebsleiters gilt eher dem Ackerbau und besonders der Bodenfruchtbarkeit. „Wir Biobauern sind existentiell darauf angewiesen, das Bodenleben zu hegen und zu fördern, und möglichst alles zu unterlassen, was das empfindliche Gleichgewicht stören könnte.“ meint er. Festmist und Gülle nützen wir zur Ernährung unserer Pflanzen. Der Anbau von Leguminosen bringt den Stickstoff in den Betriebskreislauf.“ Bei der Unkrautbekämpfung geht es ihm nicht nur darum die unerwünschten Pflanzen zu entfernen. „Die sogenannten Unkräuter sind Zeigerpflanzen, die uns zeigen wollen, dass im Boden etwas im Ungleichgewicht ist. Wir müssen diese Probleme im Boden in Ordnung bringen, damit die Begleitflora nicht überhandnimmt“, ist der Biolandbauer überzeugt. Dabei sind das Zusammenwirken von Fruchtfolge, Düngung, Bodenbearbeitung und natürlich das Wetter wichtig. “Die mechanische Unkrautregulierung mit Hacke und Striegel ist nur der letzte Feinschliff.“

 

Das Thema Artenvielfalt macht auch vor der ökologischen Landwirtschaft nicht halt. Ein positiver Nebeneffekt der „Heumilch“ sei es, dass die Heuernte nicht innerhalb weniger Tage auf allen Wiesen gleichzeitig eingebracht werden kann. So bleiben immer einige Wiesen bis Mitte Juni stehen, die dann Insekten und Vögeln als Lebensraum dienen können. „12 bis 15 Hektar der insgesamt rund 60 Hektar werden immer mit Klee-Gras-Mischungen bebaut, dazu kommen Erbsen und Ackerbohnen als Eiweißfutter, so dass auch eine Menge Blühpflanzen vorhanden sind“, führt Heidi Schilling aus.


Die Biobäuerin kandidiert bei der anstehenden Europawahl auf der bundesweiten Liste der ÖDP.
Durch die Agrarförderung, die von der EU ausgeht, wäre es möglich, die Weichen für eine Agrarpolitik zu stellen, die Tierhaltung wieder an die Fläche bindet und Massenproduktion für den Weltmarkt unattraktiver macht. Vor allem die derzeitig praktizierte Förderung nach dem Gießkannenprinzip, allein nach dem Kriterium der Größe der bewirtschafteten Fläche, ist ihr ein Dorn im Auge: „Damit hilft man vor Allem den Großbetrieben und befeuert den ohnehin schon harten Kampf um Pachtflächen!“, so Schilling.
„Natürlich würde ich im EU-Parlament meinen „Mann stehen“, sagt Heidi Schilling. „ In erster Linie geht es mir aber darum, dem bisherigen Mandatsträger und äußerst kompetenten Parlamentarier Prof. Dr. Klaus Buchner und noch ein, zwei weiteren ÖDPlern wieder zum Einzug ins Parlament zu verhelfen. Die Chancen dafür stehen im Moment sehr gut!“

 

 

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